Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V.
Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, D-23552 Lübeck


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Erich-Mühsam-Preis 2016


Der Erich-Mühsam-Preis wird in diesem Jahr verliehen an

Konstantin Wecker

Liedermacher, Poet, philosophierender Musiker,

musizierender Philosoph, Aktivist, Anarchist


Der Erich-Mühsam-Förderpreis wird verliehen an das
Lübecker Flüchtlingsforum

Beide Preise werden gestiftet von Frank-Thomas Gaulin

Die öffentliche Preisverleihung findet statt am
Freitag, d. 14. Oktober 2016 um 18.00 Uhr

in der Musik- und Kongresshalle Lübeck (MuK)
Willy-Brandt-Allee 10
Eintritt frei !  (Einlass ab 17.30 Uhr )


Konzert:




Um 20.00 Uhr gibt Konstantin Wecker ein Konzert in der Musik- und Kongresshalle.

Veranstalter:  Lübecker Musik- und Kongresshallen GmbH

Karten sind zu erhalten bei:

tips&TICKETS

Kartenvorverkaufsstelle

Telefon:  +49(0)451/7904-400
Telefax:   +49(0)451/7904-100
Email: tipsundtickets@muk.de
Internet:  www.muk.de




In Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Gesellschaft Lübeck findet im Rahmen der Dienstagsvorträge folgende Veranstaltung statt:

11. Oktober 2016 um 19.30 Uhr  in der Gemeinnützigen Gesellschaft, Königstraße  5 in 23552 Lübeck


„Das, was ich sehne, steht über den Lüften“


Eine Hommage an Erich Mühsam in Liedern und Texten


Anna Haentjens:  Gesang / Rezitation

Sven Selle:   Klavier







Wir laden herzlich ein zu unserer Jahrestagung 2016


in die Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Bad Malente

vom 06.05.2016 bis 08.05.2016 zum Thema:


Rassismus, Antisemitismus, politische Gewalt und

Verfolgung. Wechselwirkungen und Widersprüche









































06.05.16  
17:00Anreise: 
18:00Get together /Abendessen 
18:45Begrüßung und Einführung in die Tagung  
   
19:00„Das Paradies war nicht für uns - Emmy Ball-Hennings und Hugo Ball"Bärbel Reetz, Autorin
 - LesungBerlin
 anschließend Gespräch 
   
07.05.16  
09:00Lager. Bemerkungen über Orte des AusnahmezustandsDr. Gerhard Dienes,
  Graz
 anschließend Diskussion 
10:15Das antisemitische DispositivProf. Dr. Helmut Dahmer,
  Wien
 anschließend Diskussion 
11:30Familiäre und gesellschaftliche Gewalt und Verfolgung im Leben Wilhelm ReichsDr. Bernd Nitzschke,
  Düsseldorf
 anschließend Diskussion 
13:00Mittagessen 
15:00Sozialpsychologische und -geschichtliche Erklä­rungs­­ansätze zum Antisemitismus (Arbeitstitel)Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen
 anschließend Diskussion 
16:30CIA-Folterreport - Der Rechtsstaat im Spannungsfeld zwischen Freiheit und SicherheitWolfgang Neskovic,
  Lübeck
  Richter am BGH a.D.
 anschließend Diskussion 
18:00Abendessen 
19:30Die Tagebücher von Erich MühsamDr. Chris Hirte,
 - LesungBerlin
 anschließend Gespräch 
21:15Gemeinsames Miteinander 
   
08.05.15  
09:30Die Bedeutung der Weißen Rose für das literarische und politische ExilDr. Kristina Kargl,
  München
11:00Zur Genese rechtsextremer antisemitischer und rassistischer Gruppierungen und ihr Übergang zum politischen Terror. Historische Case Studies 1912-28 als Beispiele im zeitgenössischen VergleichProf. Dr. Albrecht Götz von Olenhusen
  Freiburg/Düsseldorf
12:30Verabschiedung 
 Mittagessen









Die Bakuninhütte wird Kulturdenkmal!


Zum ersten Mal findet in Deutschland ein Geschichtsort der

anarchosyndikalistischen Bewegung als Kulturdenkmal offiziell

Anerkennung.



In einem Schreiben vom 03.09.2015 wurde dies dem Eigentümer der Bakuninhütte, dem Kreis der Wander- & Naturfreunde Meiningen e. V., vom zuständigen Gebietsgutachter des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Erfurt, mitgeteilt. Damit geht eine Unterschutz-stellung des historischen Grundstücks nach § 2 Abs. 1 Thüringer Denkmalschutzgesetzes (ThürDSchG) einher. Die Vorrausetzungen sind aus geschichtlichen und wissenschaftlichen Gründen gegeben, so das zuständige Landesamt.

Bereits vor 10 Jahren wurde der Denkmalstatus der Bakuninhütte geprüft – mit negativem Ergebnis. Die jetzt vorgenommene Neubeurteilung basiert wesentlich auf dem Material - Fotos, Dokumente, etc. - , das der Verein in sechsjähriger Arbeit zusammenstellte. Bereits im Vorfeld zu dem Begutachtungstermin Anfang August vor Ort hatte es vom Vorsitzenden des Denkmalbeirates des Kreises Schmalkalden-Meiningen, Dr. Jochen Halbig und dem Kreisheimatpfleger, Axel Wirth, die Bitte um Neuprüfung der Denkmalwürdigkeit und Denkmalfähigkeit gegeben.
Die Sonderausstellung der Meininger Museen „Mühsam in Meiningen – Meiningen und seine Anarchisten“ und die Fachtagung in der Meininger Volkshochschule im Juni haben unbedingt dazu beigetragen, die Bedeutung des Objektes fundiert darzustellen und zu rezipieren. Daran habe es bei der Erstbeurteilung vor zehn Jahren noch gemangelt, so das Landesamt.

Tag des offenen Denkmals
Der Wanderverein Bakuninhütte e. V. (Meiningen) lädt alle Interessierten zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“, am Sonntag, den 13. September 2015, an die Bakuninhütte auf der Hohen Maas (Flur Ellingshausen) herzlich ein.

Dem diesjährigen Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ folgend, werden wir uns auf die Suche nach der Industriearbeiterschaft des 20. Jahrhunderts begeben. Vom handwerklichen Geschick der anarchosyndikalistischen Meininger Familien zeugt noch heute ihr solidarisch errichtetes Gebäude, die Bakuninhütte. Mit einem differenzierten Konzept stritten sie für eine alternative Gesellschafts-ordnung auf Gewerkschaftsbasis und antworteten damit auf die zunehmende Industrialisierung und ihre sozialen Folgen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Herausragend ist dieses zeitgeschichtliche
Kulturdenkmal allein wegen seiner Seltenheit. „So scheint die Bakuninhütte bei Meiningen also der einzige halbwegs gelungene Plan zur Errichtung eines anarchistischen Ferienheims während der Weimarer Zeit geblieben zu sein“, betonte der Historiker Prof. Dr. Ulrich Linse.

Die Bakuninhütte wurde in den 1920er-Jahren aus einer Selbstversorgungsfläche hungernder Arbeiter und Arbeiterinnen geboren. Aus dem Gemüsefeld wurde im Laufe der Jahre eine Schutzhütte, die schließlich zu einem Steinhaus ausgebaut wurde. Als Bildungs- und
Erholungsheim erlangte der Ort überregionale Bedeutung, bis seine Trägergemeinschaft durch die Nationalsozialisten enteignet wurde. In der DDR diente die Hütte u. a. als FDJ-Ferienlager, als Lehr- und Forschungsstation des Kulturbundes und zuletzt als Übungsgelände der Bereitschaftspolizei. Nach der Wende verfielen Gebäude und Grundstück zunehmend, bis zur Neubelebung ab 2006.


Rundwanderung
Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals wird eine etwa sechsstündige Rundwanderung angeboten. Diese beginnt Sonntag, den 13. September, um 10 Uhr, im Meininger Schlosshof. Wanderleiter Dr. Andreas Seifert vom Meininger Baumbachhaus wird von dort aus die Gruppe über die Stationen Wolfsschlucht, Parkfriedhof und Donopskuppe zur Bakuninhütte führen. Unterwegs wird er nicht nur mit Erich Mühsam bekannt machen, sondern auch über interessante
Begebenheiten im Raum Meiningen zwischen Kaiserreich und Zeit des Nationalsozialismus berichten.
An der Bakuninhütte erwarten Mitglieder des Wandervereins die Teilnehmenden zu einer Mittagsrast mit warmen Speisen und Getränken. Zudem stehen Führungen durch die Hütte und das umgebende Gelände mit Informationen zur Nutzungsgeschichte des Areals auf dem Programm. Danach führt die Wandertour über den Webersbrunnen und Stiefelsgraben zurück in die Stadt.

Feierliche Enthüllung einer Reproduktion der „Hüttenspruch“-Tafel

Als die Tafel noch in einem Stück war, trug sie auf ihrem Rücken, die von dem Meininger Anarcho-Syndikalisten F. Baewert, in Worte gefassten Prinzipien der Bakuninhütte: „Freies Land und freie Hütte, freier Geist und freies Wort, freie Menschen, freie Sitte, zieht mich stets zu diesem Ort!“.

Die Gestaltung der Tafel und ihre Fertigung war das Werk Heinrich Walz'. „Heini“ lernte zu dieser Zeit das Handwerk des Steinbildhauers. Er schuf auch den Gedenkstein für Bakunin, der ebenso in der Ausstellung zu sehen ist. Für den Spruch selbst wählte er eine geradlinige, klare, schnörkellose Schrift. Darunter verzierte er die Tafel mit zwei Symbolen der Arbeiterbewegung: dem Stern mit fünf Zacken und in seiner Mitte: Hammer und Sichel mit goldenem Rand. Gemäß ihrer Weltanschauung, so der Hüttenwart Fritz Scherer, waren Stern und Schrift in schwarz gehalten, der Farbe der anarchistischen Bewegung. Den Nationalsozialisten waren diese Vorstellungen zutiefst zuwider. Als sie den Siedlungsverein „Gegenseitige Hilfe“ enteigneten, wurde die Tafel in Stücke gehauen. Dank der Initiative von Vereinsmitgliedern wurden über 200 Splitter der Tafel geborgen, die nun in der Ausstellung zugänglich sind. Bei dem diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13.09.2015 wird um 13:00 Uhr eine Reproduktion der Hüttenspruchtafel feierlich enthüllt werden.


Programm


Samstag, 12. September, 16:00 Uhr, Museumskasse im Schloß Elisabethenburg, Meiningen

Fachführung durch die Ausstellung „Mühsam in Meiningen – Meiningen und seine Anarchisten“ (Dr. Andreas Seifert)

Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September 2015

10:00 Uhr ab Schlosshof der Elisabethenburg, Meiningen: geführte Wanderung zur Hütte mit Halt an historisch bedeutsamen Orten
12:30 Uhr Ankunft an der Bakuninhütte

Von 11:30 bis 16:00 Uhr öffnet die Bakuninhütte für alle Interessierte
ihre Türen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

13:00 Uhr: Feierliche Enthüllung einer Reproduktion der „Hüttenspruch“-Tafel mit musikalischer Begleitung durch Heike Horstmann (Fiddle und Hardanger d´amore) und Bernd Dittl (Akordeon und Gesang) u. a. mit Liedgut Erich Mühsams

11:00 und 14:00 Uhr: Führungen über das historische Gelände werden angeboten

Wanderverein Bakuninhütte e. V., http://www.bakuninhuette.de/





Sich fügen heißt lügen -

Mühsam in Meiningen



Ein historischer Überblick zum Anarchosyndikalismus in Thüringen:

Die Bakuninhütte und ihr soziokultureller Hintergrund -

11.6. -14.6.2015 in Meiningen


Eine anregende, informative sehr fesselnde Tagung erlebten über 60 Teilnehmer. Die Vorträge hörten wir in der Meininger Volkshochschule. Die Organisation war ausgezeichnet. Für körperliche und geistige Bedürfnisse wurde unter Einsatz von fleißigen Helfern und Helferinnen gesorgt.

Die Inhalte der Vorträge werden in Heft 41 der EMG abgedruckt, das alle Mitglieder erhalten werden und von Nichtmitgliedern erworben werden kann. Das  wird auf der Website rechtzeitig mitgeteilt. Hier fotografische Eindrücke der Tagung.

Eröffnung der Tagung

Grußworte vom Bürgermeister von Meiningen, vom Vorsitzenden des Wandervereins Bakuninhütte und vom Vorsitzenden der Erich-Mühsam-G.


    
        
        
        
    
    
        
        
        
    
Fabian Giesder Kai Richarz Lienhard Böhning


Den ersten Vortrag hielt Dr. Hartmut Rübner:
Anarchosyndikalismus in Deutschland eine freiheitliche Tradition der deutschen AbeiterInnenbewegung


2. ..bis die Bestien  niedergerungen und der Moloch Staat zertrümmert ist…
       -Der erste Prozess des Volksgerichtshof gegen die FUAD in Deutschland (1936)
Dr.Siegbert Wolf


    
        
        
        
    
    
        
        
        
    
Dr.Hartmut Rübner  Dr.Siegbert Wolf


3. Generalstreik das Leben lang. Gregor Gog und die Bruderschaft der Vagabunden.
    Klaus Trappmann -Vortrag mit Filmsequenzen



    
        
        
        
    
  


Vom Acker zum Ferien- und Schulungsheim - Ein Einblick in die Geschichte der Bakuninhütte und ihren soziokulturellen Hintergrund.
Kai Richards


    
        
        
        
    

Bakuinhütte


Vortrag: Den Tagen, die kommen, gewachsen sein. Die Lebensgeschichte Zenzl Mühsams in Briefen und Dokumenten, von Uschi Otten
Vortrag:“Bekämpfen wir die Unwissenheit!“ Die Bildungspolitik der Anarchosydikalisten, von Wolfgang Haug


    
        
        
        
    
    
        
        
        
    
Uschi Otten  Wolfgang Haug


Vortrag: Anarchosyndikalismus in Thüringen am Beispiel Stadt Sömmerda -  PD Dr.Annegret Schüle



    
        
        
        
    
    
        
        
        
    
Lienhard freut sich über den Mühsamweg  Führung über das historisches Gelände der Bakuninhütte (Kai Richarz)




    
        
      
      
    
    
        
      
      
    

Die Bakuninhütte staunt über den zahlreichen Besuch.





    Für Essen und Trinken ist gesorgt. Dank an das Team des Wandervereins.





Meininger Museumsabend



    Es knarrt der Seele morsches Gerüst Szenische Lesung aus den Werken Erich Mühsams mit Rocco Boness (Bandoneon) und Dr. Andreas Seifert, Meininger Museen




  In Memoriam Erich Mühsam


    Konzert mit Anna Haentjens (Gesang) u. Sven Seile (Klavier)



Helfer im Hintergrund
Christian Horn und Mark Mence sortieren die Tagungsmappen. Michael Wagner(rechts) sorgt für Ruhe und Ordnung usw.. Dr. Andreas Seifert(unten) führte uns „Auf Dichters Pflaster“ und durch das Baumbachhaus



    
        
        
        
    
    
        
        
        
    
 





Mitgliederbrief Juni 2015





Liebe Mitglieder,
die Tagung in Meiningen hat stattgefunden. Sie wurde ein großer Erfolg sowohl,was die Qualität der Referate und Diskussionen  als auch  den intensiven Kontakt zu allen Meininger Mitstreitern anbetrifft. Es entstanden herzliche persönliche wie inhaltliche Beziehungen. Den Meiningern sei herzlichen Dank für die organisatorische und menschlich so angenehme Gestaltung der Tagung. Auch Conrad Müller sei nochmals gedankt, ohne dessen ursprüngliche Idee es sicher nicht zu einer derartig gelungenen Tagung gekommen wäre. Schade, dass er nicht selbst dabei war.
Mit den Meiningern verabredeten wir, in engem Kontakt zueinander zu bleiben, damit wir auch in Zukunft voneinander profitieren können.
Eine zweite sehr positive Nachricht können wir euch mitteilen. Der Vorstand hat nach intensiven Diskussionen beschlossen, dem Liedermacher Konstantin Wecker den Mühsam Preis 2016 anzutragen. Die Wahl fiel auf ihn, da er inhaltlich voll die Kriterien zur Verleihung des Mühsampreises erfüllt, ein aufrechter Kämpfer für Freiheit, Sozialismus und soziale Gerechtigkeit.
Ein unermüdlicher Mahner an die politisch Verantwortlichen , den Werten, die unser Gemeinwesen bestimmen und im Grundgesetz niedergeschrieben sind, gerecht zu werden. Ein Wegknicken und sich Ducken vor den “Mächtigen” gibt und gab es nicht bei ihm.Er legte und legt immer noch in seinen Liedern und Texten den Finger in die Wunde. Nicht zuletzt ist er auch Interpret von Liedern und Texten Mühsams.
Da aber auch die Flüchtlingsfrage -wie gehen wir mit den Menschen um, die ihre Heimat verlassen, weil dort die Menschenrechte mit Füßen getreten werden , sie an Leib und Leben bedroht sind –  mit eine der drängendsten politischen Aufgaben für uns und unsere Gesellschaft ist, wollen wir mit einem Förderpreis für die Lübecker Flüchtlingshilfe ein politisches Zeichen setzen ganz im Sinne Erich Mühsams.
Konstantin Wecker hat mit großer Freude auf die Nachricht reagiert, der nächste Preisträger zu werden. Für unsere Gesellschaft ist natürlich die Wahl eines derart prominenten Preisträgers auch von großem Vorteil, wird doch erwartungsgemäß die Presse davon interessiert Kenntnis nehmen und darüber berichten. So wird die Gesellschaft und ihr Anliegen in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Das kann uns nur helfen.

Hier nun die erweiterte Fassung der Tagesordnung für unsere Mitgliederversammlung für die schon im letzten Mitgliederbrief eingeladen wurde.

Einladung zur Mitgliederversammlung
am 11.07.2015
um 16.00 Uhr
im Konferenzraum der Gemeinnützigen Gesellschaft
Königstr.5
23552 Lübeck


Tagesordnung
1. Begrüßung
2. Verlesen des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung
3. Bericht des Vorstands
4. Kassenbericht
5. Bericht der Kassenprüferinnen
6. Wahl von 2 KassenprüferInnen
7. Entlastung des Vorstands
8. Mühsampreis 2016
9. Anträge:  Gegenseitige Mitgliedschaft mit dem Wanderverein Bakuninhütte e.V.
10. Verschiedenes:  Jahrestagung 2016


Wir hoffen, euch zahlreich bei der Mitgliederversammlung begrüßen zu können.
Seid herzlich gegrüßt!


Angelika Neiss für den Vorstand










"Sich fügen heißt lügen!"

Mühsam in Meiningen und seine Anarchisten

17. Mai bis 27. September 2015

Schloss Elisabethenburg Meiningen



http://www.muehsam-in-meiningen.de/



Liebe Mitglieder und Freunde der Erich-Mühsam-Gesellschaft,
die Vorbereitungen für die Veranstaltungen in Meiningen (Thüringen) sind in vollem Gange. Ganz herzlichen Dank dem Wanderverein Bakuninhütte Meiningen e.V. und den Meininger Museen, die die Hauptlast der Vorbereitungen tragen. Ebenfalls bedanke ich mich bei den Vorstandsmitgliedern, die ebenfalls wesentlich zum Gelingen der Veranstaltungen beitragen. Ich habe mich bei zwei Besuchen in Meiningen und durch regen E-Mail-  und Telefonverkehr von der engagierten Vorbereitungsarbeit überzeugen können.

Unsere Mühsam-Ausstellung ist inzwischen wohlbehalten in Meiningen eingetroffen und wird durch die großzügige Überlassung von Original-Exponaten mit Widmungen von Erich Mühsam sowie seines Vaters aus dem Besitz unseres Mitglieds Ralf Wassermeyer (Lübeck) bereichert werden. Die Ausstellung wird am 17. Mai um 15 Uhr im Schloss Elisabethenburg eröffnet.
Die Fachtagung vom 12. Bis 14. Juni 2015 ist eine Kooperation zwischen dem Wanderverein Bakuninhütte und der Erich Mühsam-Gesellschaft und gleichzeitig unsere Jahrestagung 2015.

In der Anlage senden wir den Flyer zu den Veranstaltungen sowie das Anmeldeformular für die Fachtagung. Es ist m.E. ein gelungenes und sehr interessantes Programm. Daher lade ich Sie ganz herzlich besonders zur Fachtagung nach Meiningen ein. Die Anmeldefrist haben wir bis zum 15. Mai 2015 verlängert. Über die Teilnahme vieler Mitglieder würden wir uns sehr freuen. Kommen Sie in die schöne Residenzstadt Meiningen – es lohnt sich.

Mit herzlichen Grüßen von allen Mitgliedern des Vorstands
Lienhard Böhning









Tagungsprogramm, 11.-14-06.2015

Donnerstag, 11.6.2015

  • Bis 15:00 Uhr Anreise
  • 15:15 Uhr Begrüßung durch Lienhard Böhning (1. Vors. der Erich-Mühsam-Gesellschaft e. V.) und Kai Richarz (Wanderverein Bakuninhütte e. V.)
  • 16:00 Uhr „Auf Dichters Pflaster" (Stadtführung - Dr. Andreas Seifert)
  • 17:00 Uhr Besuch des Theatermuseums Meiningen (Volker Kern) „Zauberwelt der Kulisse" (Vortrag und Film)
  • 19:30 Uhr Gemeinsames Abendessen in Gaststätte "Sudpfanne"


Freitag, 12.6.2015

  • 10:00 Uhr Besuch des Literaturmuseums Baumbachhaus (Dr. Andreas Seifert, Leiter des Museums)
  • 12:00 Uhr Mittagessen im Bistro „Krämer“
  • Bis 13:00 Uhr Anreise
  • 14:00 Uhr Eröffnung der Tagung
    o Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Meiningen, Fabian Giesder
    o Grußwort des 1. Vors. des Wandervereins Bakuninhütte e.V., Kai Richarz
    o Grußwort des 1. Vors. der Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V., Lienhard Böhning
  • 14:45 Uhr Anarchosyndikalismus in Deutschland – Eine freiheitliche Tradition der Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung (Dr. Hartmut Rübner - Vortrag)
  • 16:15 Uhr Kaffeepause
  • 16:30 Uhr `... bis die Bestie Kapitalismus niedergerungen und der Moloch Staat zertrümmert ist.´ – Der erste Prozeß des Volksgerichtshofs gegen die Freie Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) im Sommer 1936. (Dr. Siegbert Wolf – Vortrag)
  • 18:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Bistro „Krämer“
  • 19:30 Uhr Generalstreik das Leben lang. Gregor Gog und die Bruderschaft der Vagabunden. (Klaus Trappmann - Vortrag mit Film-Sequenzen)


Samstag, 13.6.2015

  • 10:00 Uhr Vom Acker zum Ferien- & Schulungsheim – Ein Einblick in die Geschichte der Bakuninhütte und ihren soziokulturellen Hintergrund. (Kai Richarz – Vortrag)
  • 11:30 Uhr Besuch der Ausstellung zum Tagungsthema „Mühsam in Meingen“ im Museum Schloss Elisabethenburg (mit Führung)
  • 12:30 Uhr Gemeinsames Mittagessen im Bistro „Krämer“
  • 13:30 Uhr `Den Tagen, die kommen, gewachsen zu sein.´ Die Lebensgeschichte Zensl Mühsams in Briefen und Dokumenten. (Uschi Otten – Vortrag)
  • 14:45 Uhr Kaffeepause
  • 15:00 Uhr `Bekämpfen wir die Unwissenheit!´ Die Bildungspolitik der Anarchosyndikalisten. (Wolfgang Haug - Vortrag)
  • 16:15 Uhr Kaffeepause
  • 16:30 Uhr Die Lebensreformbewegung und die Anfänge der Freikörperkultur in Deutschland. (Dr. Cornelia Regin – Vortrag)
  • 17:45 Uhr Gemeinsames Abendessen in einer örtlichen Gaststätte ("Henneberger Haus")
  • 19:00 Uhr Anarchosyndikalismus in Thüringen am Beispiel der Stadt Sömmerda. (PD Dr. Annegret Schüle - Vortrag mit Film-Sequenzen)


Sonntag, 14.6.2015

  • 9:30 Uhr Aufstieg (bzw. Fahrt) zur Bakuninhütte (geführt vom Wanderverein)
  • 10:30 Uhr Snack: Brötchen/Kuchen/Bretzel
  • 11:00 Uhr Führung über das historische Gelände der Bakuninhütte (Kai Richarz)
  • 12:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen, Gulasch (vegan oder mit Fleisch)
  • 13:30 Uhr Resümee und Verabschiedung
  • 19:00 Uhr `Es knarrt der Seele morsches Gerüst.´ (Meininger Museumsabend) Szenische Lesung aus den Werken Erich Mühsams mit Rocco Boness, Hamburg (Bandoneon) und Dr. Andreas Seifert, Meininger Museen  `In memoriam Erich Mühsam.´  Konzert mit Anna Haentjens, Elmshorn (Gesang) und Sven Selle, Hamburg (Klavier); es erklingen Lieder nach Texten von Erich Mühsam.


Termine
Die Anarchotour (LeseWanderTag im Meininger Land)
Auf den Spuren Erich Mühsams zur Bakuninhütte
16.05.2015; 10:00 Uhr
Treffpunkt Schlosshof Elisabethenburg, Meiningen
Wanderleiter: Dr. Andreas Seifert, Meininger Museen Musikalische Begleitung: Christoph Holzhöfer (Berlin)
a.seifert@meiningermuseen.de; 03693-502848

„Sich fügen heißt lügen!“
Erich Mühsam in Meiningen und seine Anarchisten
17.05. – 27.09.2015
Sonderausstellung von Erich Mühsam-Gesellschaft Lübeck, Wanderverein Bakuninhütte e.V. und Meininger Museen
Eröffnung im Rahmen des Internationalen Museumstages: 17.05.2015; 15:00 Uhr
Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche
Musikalische Begleitung: Christoph Holzhöfer (Berlin)

Erich Mühsam in Meiningen
Ein historischer Überblick zum Anarchosyndikalismus in Thüringen: Die Bakuninhütte und ihr soziokultureller Hintergrund
Fachtagung
11.06. – 14.06.2015
Volkshochschule „Eduard Weitsch“, Meiningen Webseite
Kontakt: [email=anmeldung@bakuninhuette.de]anmeldung@bakuninhuette.de[/weblink]

Meininger Museumsabend
Es knarrt der Seele morsches Gerüst
Szenische Lesung aus den Werken Erich Mühsams mit Rocco Boness, Hamburg (Bandoneon) und
Dr. A. Seifert, Meininger Museen (Lesung)
In Memoriam Erich Mühsam
Konzert mit Anna Haentjens, Elmshorn (Gesang) und Sven Selle, Hamburg (Klavier)
14.06.2015; 19:00 Uhr
Schloss Elisabethenburg, Schlosskirche Kartenservice: 03693-881030

Tag des offenen Denkmals
Wanderung auf den Spuren Erich Mühsams zur Bakuninhütte
13.09.2015; 10:00 Uhr
Treffpunkt Schlosshof Elisabethenburg, Meiningen Wanderleiter: Dr. Andreas Seifert
Hüttenöffnung mit Verpflegung: 11:30–15:30 Uhr Nähere Informationen unter www.bakuninhuette.de Kontakt: [email=anmeldung@bakuninhuette.de]anmeldung@bakuninhuette.de[/weblink]






Der Erich-Mühsam-Preis 2013

Pressemitteilung

In seiner Sitzung am 18. Januar 2013 hat der Vorstand der Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V. zu Lübeck (EMG) die Preisträger für den Erich-Mühsam-Preis 2013 aus der Liste der 13 vorgeschlagenen Kandidaten nominiert. Die Wahl fiel auf die beiden Verleger Dr. phil. Andreas Hohmann (Jahrgang 1968) aus Lich bei Gießen und seinen Edition AV-Verlag, der in diesem Jahr übrigens sein 25-jähriges Bestehen feiert, und Jochen Schmück (Jahrgang 1953) aus Potsdam und seinen Libertad-Verlag sowie sein DadA-Webprojekt, ein digitales Lexikon der Anarchie im Internet, verfasst von einer Vielzahl namhafter Autoren.

Beide Verlegerpersönlichkeiten sollen auf diese Weise auch als Repräsentanten des anarchistischen Verlagswesens in der BRD geehrt werden. Ebenso möchte die EMG den langjährigen und unermüdlichen Arbeitseinsatz beider Preisträger würdigen, die unter beständiger Zuhilfenahme eigener, in ihren jeweiligen Zusatzberufen erworbener finanzieller Mittel und ohne jegliches gewinnorientiertes Streben quasi ehrenamtlich die Vorstellungen und Ziele des Anarchismus in „Wort und Schrift“ unters Volk bringen wollen und sich so als Verkünder einer besseren und menschenwürdigeren Welt verstehen und betätigen, einer Welt, die gekennzeichnet ist durch die Freiheit und die soziale Verantwortung aller und für alle.

Ein solcher Verkünder war nach seinem tiefsten Selbstverständnis auch Erich Mühsam, dem oft genug in seinem Leben ein Verleger für die Edition seiner Werke fehlte und der sich deshalb immer wieder gezwungen sah, seine Schriften im Eigenverlag zu publizieren – und das im Rahmen widrigster politischer Verhältnisse und einer häufig katastrophalen finanziellen Situation!


Die Preisverleihung wird im Rahmen einer entsprechenden Feier am 7. Juni 2013 im Buddenbrookhaus zu Lübeck stattfinden.


Der Erich-Mühsam-Preis wurde 1993 von dem Lübecker Galeristen Frank-Thomas Gaulin gestiftet. Bis auf das diesjährige Preisgeld, das von Mitgliedern und Freunden der Erich-Mühsam-Gesellschaft sowie aus Mitteln der EMG bereitgestellt worden ist, wurde und wird auch in Zukunft die Finanzierung des Preises vom Stifter alleine getragen und abgesichert.

Der gesamte Vorstand der EMG dankt dem Stifter und allen diesjährigen Spendern noch einmal ganz ausdrücklich dafür, dass sie durch ihre Unterstützung die Verleihung des Preises ermöglichen und gewährleisten.



Der gesamte Vorstand beglückwünscht beide Preisträger.
Conrad Müller (1. Vorsitzender)




Die Reden zur Preisverleihung

* Laudatio auf Jochen Schmück von Dr. Andreas W. Hohmann
* Laudatio auf Dr. Andreas W. Hohmann von Jochen Schmück
* Rede von Conrad Müller, des 1. Vorsitzenden der Erich Mühsam-Gesellschaft









LebensBilder

"Sich fügen heißt lügen" - Erich Mühsam

vorgestellt von  Jürgen Tomm




Dienstag, 7. Oktober 2o14, um 20:30 Uhr
im Buchhändlerkeller - Berlin
Carmerstraße 1 - parterre links
10623 Berlin - Charlottenburg (nahe Steinplatz)

Wenn nicht anders vermerkt, beträgt der Eintritt 5/3 Euro.
Reservierungen sind leider nicht möglich.






Erich Mühsam:

Die Kriegstagebücher 1914-1916


Vortrag  von Chris Hirte, Tom Keller liest Auszüge aus den Tagebüchern

Am Dienstag, dem 23. September um 20.00 Uhr
im Literaturhaus Schleswig-Holstein
Schwanenweg 13
D-24105 Kiel

Erich Mühsams "Tagebücher" aus den Jahren 1914 bis 1916 sind eine Chronik des I. Weltkrieges aus der Sicht eines Anarchisten. Der in Lübeck aufgewachsene Schriftsteller erzählt von der anfänglichen Kriegsbegeisterung und verfolgt ohnmächtig die Berichte über die Kriegsgräuel und den Völkermord an den Armeniern. Auch den Alltag abseits der Front schildert er eindringlich, die steigenden Lebensmittelpreise, die Proteste und den aufkeimenden Antisemitismus. 1933 wurde Mühsam verhaftet und am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg von der SS-Wachmannschaft ermordet. Sein Tod jährt sich 2014 zum 80. Mal.

Chris Hirte veröffentlichte 1985 seine hoch gelobte Mühsam-Biographie, war Mitherausgeber der Werkausgabe und gibt seit 2009 gemeinsam mit Conrad Piens die Tagebücher im Verbrecher Verlag heraus.

Der Kieler Schauspieler Tom Keller liest Auszüge aus Mühsams Tagebüchern, beginnend mit dem Eintrag vom 03.08.1914.

Eintritt: 7,-/ 5,- Euro
Veranstalter: Literaturhaus SH







sich fügen heißt lügen,

soll das der Nachruhm sein, der mir beschieden

oder: der lächelnde Blick nach vorn


Es unterhält das Duo Sokugaju  mit frei improvisierter Musik  zu ausgewählten Texten  von Erich Mühsam

Veranstalter: Deutsche Seemannsmission in Hamburg e.V.
www.seemannsheim-hamburg.de

Am 23. September 2014 ab 19:00 Uhr im Seemannsheim
Krayenkamp 5
20459 Hamburg  
Tel. 040 37 09 6 133

Das Duo Sokugayu mit Arnika Kuff (Gesang) und Joachim Lützow an der E-Gitarre brilliert mit seinen intonierten Erich-Mühsam-Gedichten.  Arnika Kuff einmal gehört hat, wird ihre Stimme zu den eindringlichen Texten nicht mehr aus den Sinn verlieren.

Über zahlreiches Kommen freut sich das Seemannsheim! (Und die Künstler)

Eintritt frei, Spenden willkommen. u.A.wg.






Veranstaltung zum

75. Jahrestag des Beginns des 2. Weltkrieges



am Montag, den 1. September 2014 um 19.30 Uhr
im Großen Saal der GEMEINNÜTZIGEN
Königstraße 5, 23552 Lübeck
Tel. 0451 75454

Das Jahr 2014 ist reich an Gedenktagen. Durch Bücher - eigentlich schon mit Florian Illies "1913" beginnend, aber insbesondere durch das Erscheinen der "Schlafwandler" von Christopher Clark - ist der Ausbruch des ersten Weltkrieges im Jahre 1914 im Focus der geschichtsbewussten Öffentlichkeit. Auch in Lübeck wird im Museumsquartier St. Annen vom 03.08.2014 bis 26.10.2014 dem Krieg unter dem Titel "Eine eiserne Zeit ist angebrochen…" -100 Jahre Erster Weltkrieg in Lübeck - eine Ausstellung gewidmet.

Nur 25 Jahre nach dem ersten Weltkrieg brach erneut ein Krieg aus, und bei diesem ist die Schuldfrage eindeutig zu beantworten. Der Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 mit dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen jährt sich zum 75. Mal. Seit 1957 wird dieses Ereignisses auf Initiative des DGB als Antikriegstag gedacht.

Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Zeitzeugen.

Gunter Kohfeld (Jahrgang 1923, Lübeck) wird im Gespräch mit Dr. Manfred Eickhölter seine Erfahrungen als Jugendlicher in der NS-Zeit und als junger Soldat an Ost- und Westfront und in Gefangenschaft schildern.
Ingeborg Sebber-Doehring, (Jahrgang 1920, Königsberg) wird mit Ulrich Renz über ihre Erlebnisse als junge Frau insbesondere auf der Flucht sprechen.

Walter Hähnel (Jahrgang 1913, Hamburg) hatte sich dem sozialistischen Widerstand angeschlossen und verbrachte 1937 elf Monate im KZ Hamburg-Fuhlsbüttel. Darüber und über seine Erfahrungen im Krieg spricht er mit Christian Rathmer.

Zu Wort kommen wird Andreas Sankewitz, DGB-Region Schleswig-Holstein Südost.
Musikalisch begleiten Anna Haentjens (Gesang) und Ulrich Stolpmann (Klavier) mit Chansons, Liedern und Songs für den Frieden.
Moderation: Claus-Peter Lorenzen, Vortragswart

Der Eintritt ist frei!





Und es ist Krieg

Alles Fürchterliche ist entfesselt

(Erich Mühsam)


Lesung aus den Kriegstagebüchern Erich Mühsams

Eine Veranstaltung in Kooperation der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mit dem Verbrecher Verlag

am Sonntag, 21. September 2014 um 16:00 Uhr
im Innenhof des Cafés im Neuen Museum Gedenkstätte Sachsenhausen
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Einführung
Chris Hirte Herausgeber der Mühsam-Tagebücher
Lesung mit Evelyn Rahm
Musik: Sally Sallmann

Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg und vor 80 Jahren wurde Erich Mühsam im KZ Oranienburg ermordet.
Mühsams Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1914 bis 1916 sind eine Chronik des 1. Weltkrieges aus der Sicht eines Anarchisten. Er erzählt von der anfänglichen Kriegsbegeisterung und verfolgt ohnmächtig die Berichte der nationalen und internationalen Presse über die Kriegsgräuel und den Völkermord an den Armeniern. Immer wieder sucht er vergeblich nach Verbündeten für eine Antikriegsbewegung. Auch den Alltag abseits der Front schildert er, die steigenden Lebensmittelpreise, die Proteste dagegen und den aufkeimenden Antisemitismus.

Der Eintritt ist frei!






DÖRING'SCHE THEATERWERKSTATT präsentiert:


DER POETENKOFFER

Szenische Lesung mit Musik am Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen.



Döring'sche Theaterwerkstatt
Kultur um 16 UHR
Sonntag, 21. September um 16 Uhr DER POETENKOFFER
Kulturverein Kofferfabrik e.V.
Lange Str. 81
90762 Fürth
Tel. 0911/706806, Fax 0911/7660301  
eMail: kofferkultur@web.de

Erich Mühsam 1878 - 1934 Dichter und Anarchist.

"Kabarett-Tätigkeit, Theaterkritik, schriftstellerische Tätigkeit, meist polemisch-essayistisch. [...] Drei Gedichtbände, vier Theaterstücke; 1911 bis 1914 Herausgeber der literarisch-revolutionären Monatszeitschrift Kain. Zeitschrift für die Menschlichkeit. [...] Mit diesen Mitteilungen wäre meine Biographie erschöpft, wenn ich mein Leben allein in meinen literarischen Leistungen charakterisiert sähe. Aber ich betrachte meine schriftstellerische Arbeit … nur als das Archiv meiner seelischen Erlebnisse, als Teilausdruck meines Temperaments. Das Temperament eines Menschen ist die Summe seiner Stimmungen, die Hirn und Herz von den Ausströmungen der Umwelt empfangen. Das meinige ist revolutionär. Mein Werdegang und meine Lebenstätigkeit wurden bestimmt von dem Widerstand, den ich von Kindheit an den Einflüssen entgegensetzte, die sich mir in Erziehung und Entwicklung im privaten und gesellschaftlichen Leben aufzudrängen suchten. Die Abwehr dieser Einflüsse war von jeher der Inhalt meiner Arbeit und meiner Bestrebungen." (Erich Mühsam)

Zusammenstellung: Brigitte Döring, mit Brigitte Döring u.a.

Hutkasse: 5,- Euro wäre nett, bleibt aber freiwillig

Infos im Internet






Veranstaltungen zum 80. Todestag

von Erich Mühsam








Ankündigung und herzliche Einladung

zu einer Kooperationsveranstaltung

der Theater Lübeck gGmbH &  

der Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V. zu Lübeck

Sonntag, 6. Juli 2014 um 20:00 Uhr

Junges Studio im Theater Lübeck,

Beckergrube 16, 23552 Lübeck

Eintritt: 12,00 Euro. Theaterkasse, Tel. 0451/399600



Es knarrt der Seele morsches Gerüst

Lesung zu Erich Mühsams Ermordung vor 80 Jahren

Andreas Hutzel

Rocco Boness (Bandoneon)



Aus gegebenem Anlass und aufgrund der großen Nachfrage ...

In der Planungsphase zur Gestaltung des Projektes schreibt Andreas Hutzel:

"Erich Mühsams Leben ist reich, widersprüchlich, angefüllt bis oben mit Lebenslust, Humor, aber auch Schmerz und Leid im kompromisslosen Einstehen für seine Überzeugungen.
Dem muss Rechnung getragen werden. Diese Polarität muss sich in der Auswahl der Texte widerspiegeln.
Insofern denke ich an eine Auswahl satirischer, bissiger Texte, Kämpferischem, Antimilitaristischem, konterkariert mit persönlichen Texten (Tagebücher) und Innenansichten.
Der Verdüsterung seines Lebens bis hin zum qualvollen Tod kann man nicht ausweichen, man darf sich freilich nicht in Trauer verlieren.

(Menschen, lasst die Toten ruhn und erfüllt ihr Hoffen.)

Rocco bietet Kompositionen eines klassischen Komponisten aus Uruguay für Bandoneon solo an, um gegen zu halten, bzw. den Kopf des Zuhörers zu öffnen.
Das erscheint mir sehr fruchtbar."


Autobiographisches


Andreas Hutzel



"Ich wurde 1968 in Schorndorf, Baden-Württemberg, in der Nähe von Stuttgart geboren. Zur darstellenden Kunst kam ich über den, in Schorndorf ansässigen, Club Manufaktur.
Was dort an Kabarett, Jazz, Theater zu sehen war, faszinierte mich. Gerhard Polt, Hanns-Dieter Hüsch, Mathias Richling, die drei Tornados ( linkes Kampfkabarett ), aber auch Lester Bowie, Charly Mariano, Albert Mangelsdorff, Wolfgang Dauner waren meine Helden.
Ich gründete mit einem Freund die Truppe Dekadent-C. Wir zogen zusammen über die Dörfer.

Später dann Schauspielstudium in Berlin, an der HdK, im damaligen Westen. Dort waren es vor allem. Sabine Andreas und Gerd Wameling ( Schaubühne Berlin ), sowie Hilde Kammer, die mich nachhaltig beeinflusst haben.

In Berlin zog mich das Bandoneon in seinen Bann. Sein Klang, sein Charakter und die außergewöhnliche Spielweise haben mich bis heute nicht losgelassen.
Zu der Zeit lernte ich auch Rocco Boness kennen.
Engagements führten mich quer durch Deutschland. Theaterstationen waren Heilbronn, Bielefeld. In Lübeck bin ich seit 2000 festes Ensemblemitglied.
Theater, Musik und auch die Kleinkunst, das sind die Themen, die mich begleiten:
Lesungen u.a. im Buddenbrookhaus und im Günter Grass Haus Aktuelle Projekte: Rio Reiser, Willy Brandt, Endstation Sehnsucht, Rocky Horror Show."


Rocco Boness

"Geb.6.3.1963 in Lasbek-Gut (Bad Oldesloe). Erste Spielversuche auf dem Bandoneon im Alter von fünf Jahren; mit 22 Jahren die Entscheidung: Bandoneon als Beruf.
Wichtigste Phase: das Studium bei dem Meister Hugo Diaz !; bei Ihm studierte ich die Musik von Alejandro Barletta. Hugo Diaz war selbst Meisterschüler Barlettas(Uruguay) Nach 2 Jahren als Straßenmusiker in Hamburg erste Auftritte in Galerien, Theatern und Kleinkunstbühnen. Von dort an ging es relativ schnell. Um einiges zu nennen:
Filmmusik für Kino und Fernsehen; div. CD Einspielungen; Auftritte für mercedes-benz, Burgtheater Wien, 4 Jahre Internationale Tourneen mit gut 100 Konzerten im Jahr.
Derzeit bin ich Mitglied im Ensemble Soltango sowie einem Trio. Schwerpunkt hier ist der Tango Argentino.
Mehr und mehr allerdings gilt mein Interesse der Musik Barlettas. Kompositionen für Bandoneon sind außerhalb des Tangos selten.
Die Musik Barlettas ist klassische Musik für Bandoneon solo geschrieben und birgt inhaltlich enge Verwandtschaft zu Komponisten wie Bach, Scarlatti, Strawinsky.
Barletta nutzte das Bandoneon in all seiner Vielseitigkeit und zeigt klangliche Aspekte, welche allen bisherigen Komponisten verborgen blieben."

Diese Veranstaltung wird freundlicherweise gefördert durch die Possehl-Stiftung zu Lübeck!






Vortrag zu Leben, Werk und Wirken

Erich Mühsams

von Janka Kluge



Termine

9. Juli um 19 Uhr 30 Stuttgart; Waldheim Sillenbuch "Clara-Zetkin-Haus", Gorch-Fock- Straße 26, 70619
Stuttgart

13. Juli um 11 Uhr Stuttgart; Waldheim Gaisburg, Obere Neue Halde 1, 70186 Stuttgart

17. Juli um  19 Uhr 30 Ludwigsburg, "DemoZ", Wilhelmstrasse 45/1 71638 Ludwigsburg. Im Anschluss
wird eine Ausstellung zu Erich Mühsam eröffnet.

Weitere Veranstaltungen u.a in Karlsruhe, Freiburg und Offenburg sind in Vorbereitung.







"Sich fügen heißt lügen"

Erich Mühsam

dem Partisan der Menschlichkeit

zum 80. Todestag ein Requiem


Vortrag von Klaus Hugler & Erich-Mühsam-Lieder mit Isabel Neuenfeldt (Akkordeon)

Am Mittwoch, 9. Juli 2014 um 20.00 Uhr

Sputnik
Charlottenstr. 28
14467 Potsdam
www.sputnik-buchladen.de







Treffen und Lesung am Grab

von Zenzl und Erich Mühsam


Literarisch-musikalischer Abend
von Isabel Neuenfeldt, Susanne Misere und Peter Bäß

am Donnerstag, 10. Juli (ohne feste Zeit zwischen 14 und 19 Uhr)

Waldfriedhof Dahlem
Hüttenweg 47, 14169 Berlin








Anarchismus als Lebensimpuls

Erich Mühsams


Veranstaltungsabend zum 80. Todestag Mühsams


Am Donnerstag, 10. Juli 2014 um 18.00 Uhr

Robert-Havemann-Saal
Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
www.hausderdemokratie.de

Bezugnahmen auf Mühsam sind oft recht eigenwillig: Manche stellen ihn etwa als Bohemien und Literaten dar und übersehen dabei seine sozialrevolutionäre Haltung. Andere sehen in ihm vor allem den Aktivisten der Roten Hilfe usw. und ignorieren seine gepfefferte Austrittserklärung aus der Organisation unter Hinweis auf die politischen Gefangenen in Sowjet-Russland. Detailstudien zu Leben und Werk fördern demgegenüber einen anderen konstanten Lebensimplus Mühsams zu Tage: seinen Anarchismus.

Der unverkürzte Mühsam wird unter anderem in seiner lebenslangen journalistischen Arbeit erkennbar. Im Vortrag von Michael Volk wird deutlich, dass sich von Mühsams Mitarbeit an 'Der arme Teufel' (seine Lehrzeit als junger Redakteur), über die Herausgabe der Zeitschriften 'Kain' und 'Fanal' gegen alle Widerstände, Zensur und Verbot, bis zu seinen tagespolitischen Gedichten in der Zeitung 'Welt am Montag' ab 1925, ein schwarzer anarchistischer Faden zieht.

Im Anschluss treten Klaus Hugler und Isabel Neuenfeldt (Akkordeon und Gesang) mit ihrem Programm 'Sich fügen heißt lügen!' Ein Requiem für Erich Mühsam auf, in dem sein Leben, Werk und Vermächtnis mit Vortrag und Musik illustriert wird.

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie in Zusammenarbeit mit der Erich-Mühsam-Gesellschaft (Lübeck) & Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte







Kundgebung in Göppingen

zum 80. Todestag der Ermordung Erich Mühsams


Veranstaltet von der Antifaschistischen Gruppe Göppingen

Kundgebung am Donnerstag, 10. Juli um 19.00 Uhr
Erich-Mühsam-Platz, Göppingen-Holzheim

Redner:
Janka Kluge, Landessprecherin der VVN-BdA: Wer war Mühsam?
Klaus Maier-Rubner, Mitglied der Stolpersteininitative e.V. Göppingen: Lokaler Bezug
Ilona Abel-Utz, VVN-BdA Göppingen: Gedichte von Mühsam

Der Aufruf und Infos zur Anfahrt








"Sich fügen heißt lügen"

Erich Mühsam

dem Partisan der Menschlichkeit

zum 80. Todestag ein Requiem


Vortrag von Klaus Hugler & Erich-Mühsam-Lieder mit Isabel Neuenfeldt (Akkordeon)

Am Donnerstag, 10. Juli 2014 um 19.00 Uhr

Robert-Havemann-Saal
Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
www.hausderdemokratie.de






Erich Mühsam Gedenkveranstaltung

zum 80. Todestag


Erich Mühsam - Vortrag und Lesung

Am Donnerstag, 10. Juli 2014 um 19.00 Uhr

Kulturstall auf dem Gutsgelände Schloss Britz
Alt-Britz 81-83
12359 Berlin

Erich Mühsam war der bekannteste deutsche Anarchist, doch er war auch Schriftsteller, Dichter und Publizist. Am 10. Juli 1934 wurde er von der SS-Wachmanschaft im KZ Oranienburg ermordet.

An diesem Abend wollen wir mit einer Lesung aus seinen Tagebüchern an ihn erinnern. 15 Jahre lang hat er darin sein Leben festgehalten - ausführlich, stilistisch pointiert, und niemals langweilig. Seine Aufzeichnungen aus den Kriegsjahren vermögen Eindrücke zu vermitteln, die sich nicht in den Geschichtsbüchern zum I. Weltkrieg finden lassen.

Die Edition der "Tagebücher" erscheint im Verbrecher Verlag. Der Herausgeber Chris Hirte stellt sie und Erich Mühsam vor, es liest Evelyn Rahm.

Eine Veranstaltung des Museums Neukölln, sie findet direkt gegenüber, im Foyer des Kulturstalls statt. Mühsam wohnte von 1927 bis 1933 in der Hufeisensiedlung in Neukölln, wo sich vor seinem ehemaligen Haus in der Dörchläuchtingstraße eine Gedenktafel für ihn befindet.








Erich Mühsam zum Gedenken

Am Donnerstag, 10. Juli 2014 um 20.00 Uhr

LOKAL

Knaackstr. 94
Berlin - Prenzlauer Berg
10435 Berlin








"Sich fügen heißt lügen"

Literarisch-musikalischer Abend
zum Gedenken an DErich Mühsam
von Isabel Neuenfeldt, Susanne Misere und Peter Bäß



Der Tag seiner Ermordung im KZ Oranienburg jährt sich 2014 zum 80sten Mal.
Wie aktuell, lebendig, motivierend Erich Mühsams künstlerische und politische Arbeit ist und wie groß der Anteil, den seine Frau Zenzl daran hatte, bringen Isabel Neuenfeldt (Akkordeon, Lieder), Susanne Misere und Peter Bäß (Texte von und über Erich Mühsam) im LITERARISCH-MUSIKALISCHEN ABEND ERICH MÜHSAM ZUM GEDENKEN auf die Bühne.

am Freitag, 11. Juli um 20.00 Uhr

Regenbogenfabrik
Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin-Kreuzberg.







Sich fügen heißt lügen

Erich Mühsam-Gedenkdemonstration

Am Sonnabend, den 12. Juli 2014 um 13:00 Uhr

Treffpunkt:
S-Bahnhof Oranienburg (bei Berlin)
(Anreise: 11.45 Uhr, S/U-Gesundbrunnen, Abfahrt: 12.15 Uhr)



Vor 80 Jahren, am 10. Juli 1934, wurde Erich Mühsam von den Nazis im ehemaligen Konzentrationslager Oranienburg ermordet. Mit einer Gedenkdemonstration durch Oranienburg wollen wir an Mühsam als Menschen und an sein anarchistisches, antifaschistisches sowie freigeistiges Wirken erinnern. Die vielschichtige Persönlichkeit Mühsams ist dabei nur eine unter Unzähligen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Deshalb wollen wir an diesem Tag auch all jenen gedenken, die keine solche Berühmtheit erlangten und denen ein personifiziertes stetiges Gedenken verwehrt bleibt. Außerdem thematisieren wir gegenwärtige Nazistrukturen und rechte Gewalt in Oranienburg.








ERICH MÜHSAM FEST

Erich Mühsam - Vortrag und Lesung

Am Sonnabend, 12. Juli 2014 ab 16:00 Uhr bis Open End

Zukunft/Ostkreuz
Lasker Str. 5
Berlin-Friedrichshain



DAS PROGRAMM

1. Musik

Outsourced Underground (feat. Tapete, Lena Stoehrfaktor, Guts Pie Earshot) / Der Singende Tresen (Record Release "Mühsam Blues") / The Incredible Herrengedeck (Chanson-Punk) / Sogenannte Anarchistische Musikwirtschaft (Berliner Eingreiforchester) / Manfred Maurenbrecher (Liedermacher) / Zuckerklub (Singer/Songwriter) / Aufwind (Klezmer) / Transit FM (Funk-Rock-Hop) / Jens-Paul Wollenberg & Pojechaly (Anarcho-Chansons) / Geigerzähler (Geigen-Punk) / Klaster Royall (Chanson) / Uta Pilling (neue Gassenhauer) / Lennard Körber (Gassenhauer aus Mühsams Zeit) / Zhenja Oks (Liedpoesie) / The Hinking Siking Ladies (Chanson-Punk) / An den Plattentellern: DJ Enno & Henryk Gericke

2. Literatur

Buchvorstellung des Mühsam-Lesebuches "Das seid ihr Hunde wert!" (Verbrecher Verlag) mit den Herausgebern Markus Liske & Manja Präkels / Buchvorstellung der Mühsam-Tagebücher (Verbrecher Verlag) mit den Herausgebern Chris Hirte & Conrad Piens / Buchvorstellung "Handbuch zur Freiheit" (Karin Kramer Verlag) mit den Herausgebern Karsten Krampitz & Klaus Lederer / Buchvorstellung "Antisemit, das geht nicht unter Menschen!" (Edition AV) mit Mitherausgeber Jürgen Mümken / Uschi Otten: Vortrag über Zenzl Mühsam / Frieder Böhne: Vortrag über das KZ Sonnenburg / Herr Horst liest Mühsam / Vorstellung der neuen Literaturzeitschrift "Abwärts!" mit: Bora Hegyes, Silka Teichert, Robert Mießner, Bert Papenfuß, Kai Pohl, Jannis Poptrandov, S.U, Hugo Velarde & Dietmar Wolf / Lesebühne mit Ahne, Robert Naumann, Markus Liske, Karsten Krampitz.

3. Podiumsdiskussionen

"Haltung in der Gegenwartsliteratur" mit Enno Stahl, Daniela Seel & Nikola Richter (Verbrecher Verlag)

"Gedenkorte zwischen Engagement und politischer Einflussnahme" mit Chris Rotmund, Dirk Stegemann (AK Marginalisierte), Kamil Majchrzak & Hans Coppi (VVN/BdA)

"Kultur & Politik  - unversöhnlich?" mit Martina Michels (Europaabgeordnete, DIE LINKE), Astrid Landero (Paula Panke) und Konstanze Krise (Kulturinitiative ´89)

"Ein bisschen Frieden - Montagsdemos in rotbraun?" mit Simon Teune (Institut für Protest- und Bewegungsforschung), Tobias Jäcker, Elke Wittich & Ivo Bozic (Jungle World).
ORGANISATOREN

Das ERICH MÜHSAM FEST wird ehrenamtlich von einer freien Organisationsgruppe geplant. In Kooperation mit: Gedankenmanufaktur WORT & TON / Kulturinitiative 89 / Helle Panke / Verbrecher Verlag / VVN/BdA / Naturfreunde / Jungle World / Graswurzelrevolution / Neues Deutschland / Northeast Antifa / ASJ / Setalight Records
GESCHICHTE DES ERICH MÜHSAM FESTES





Ankündigung und herzliche Einladung

zu einer Veranstaltung der Rosa Luxemburg-Stiftung,

Mecklenburg-Vorpommern


in Kooperation mit der

Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V. zu Lübeck  

und dem VVN-BdA Rostock und Soziale Bildung e.V.


Mittwoch, 21.05.2014, 19:00 Uhr

Peter-Weiss-Haus, Rostock,

Doberaner Str. 21, 18057 Rostock


„Sich fügen heißt Lügen“



Ein musikalischer Erich-Mühsam-Abend.

Mühsam-Texte vertont und gesungen

von Isabel Neuenfeldt.  

Einleitung von Günther Bruns, EMG

und Vertretern der VVN-BdA Rostock

Eintritt frei





Ankündigung und herzliche Einladung

zu einer Veranstaltung der Rosa Luxemburg-Stiftung,

Mecklenburg-Vorpommern


in Kooperation mit der

Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V. zu Lübeck  

und dem Volkskundemuseum Schönberg


Donnerstag, 22.05.2014, 19:00 Uhr

Volkskundemuseum in 23923 Schönberg,

An der Kirche 8/9

Eintritt frei


„Sich fügen heißt Lügen“


Ein musikalischer Erich-Mühsam-Abend,

vertont und gesungen von Isabel Neuenfeldt.

Einführungsvortrag von Günter Bruns, EMG


Erich Mühsam, 6. April 1878 - 10. Juli 1934

Der Anarchist, Schriftsteller und Publizist, war in Lübeck aufgewachsen. Nach Abitur und Apotheken-Lehre war er seit 1902 publizistisch in anarchistischen Zeitschriften tätig. In München gründete er anarchistische Gruppierung und hatte Verbindungen zu bereits bekannten Schriftstellern und Künstlern. Mühsam war maßgeblich an der Ausrufung der Münchener Räterepublik beteiligt. Nach deren blutiger Niederschlagung wurde er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt, aus der er nach fünf Jahren im Rahmen einer Amnestie freikam. 1926-1933 gab er in Berlin die Zeitschrift „Fanal“ heraus und setzte sich als Aktivist der Roten für die Freilassung politischer Gefangener ein. Mühsam veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, Bühnendramen, Sachbücher (u. a. über Homosexualität) und politische Aufsätze. Schriftstellerisch bekannt wurde er vor allem für seine satirischen Artikel und Gedichte. In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde er verhaftet und am 10. Juli 1934 von der SS im KZ Oranienburg ermordet.

...mein Weg zu Erich Mühsam

… im Friedrichshain, in Berlin, gibt es eine Mühsamstraße, sie wird gekreuzt von der Sorgestraße. Dort habe ich mal eine Wohnung angeboten bekommen. Doch ich wollte da nicht hinziehen: die Ecke erschien mir zu problembeladen...Mühsam, Sorge..., ich wollte gar nicht wissen, was es da noch für Straßen gibt…

Erich Mühsam habe ich erst vor knapp 10 Jahren kennen gelernt. Anlässlich seines 70. Todestages wurde für ihn eine Art Requiem in Oranienburg vorbereitet: an dem Ort, wo er ermordet wurde – und ich begann für diese Gedenkfeier vorsichtig, seine Gedichte zu vertonen.

Seitdem begegne ich ihm auf dieser Brücke, die seine Lyrik noch heute zu uns schlägt. Auf ihr treffen sich seine Worte und meine Musik. Und zu diesen Begegnungen sind Sie herzlich eingeladen, am 22. Mai 2104 ins Schönberger Muesum zu kommen.

Ein Abend über Erich Mühsam, geboren am 6.4.1878, ermordet in der Nacht vom 9. auf den 10.7.1934 - Schriftsteller, Lyriker und Politiker - aus Gedichten von Erich Mühsam vertont und gesungen von Isabel Neuenfeldt - Sängerin, Akkordeonistin, Komponistin.

Infos unter: rosalux.de/event/48983/sich-fuegen-heisst-luegen.html





Ankündigung und herzliche Einladung

zu einer Veranstaltung der

Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung

d. ö. R. Berlin / Lübeck


in der Reihe

"Das Politische im Denken bedeutender Lübecker"

in Kooperation mit der GEMEINNÜTZIGEN und

der Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V.


Donnerstag, 3. Juni, 19.30 Uhr

DIE GEMEINNÜTZIGE

Königstr. 5, 23552 Lübeck

Eintritt frei



Erich Mühsam - Vortrag und Gespräch

über den Lübecker Schriftsteller

und Anarchisten


Der Querdenker rief die Münchner Räterepublik aus

und setzte sich für politische Gefangene ein.


3. Juni: Erich Mühsam, ein Anarchist aus Lübeck

Erich Mühsam wurde am 6. April 1878 in Berlin geboren und wuchs in Lübeck auf. Nach einer Apothekerausbildung in Lübeck ging er zunächst nach Berlin, später nach München. Dort setze er sich insbesondere für die unteren Schichten der Gesellschaft ein und gab die anarchistische Zeitschrift "Kain" heraus. Der Erste Weltkrieg endete für ihn mit einer sechsmonatigen Haft wegen Verweigerung des Kriegsersatzdienstes.
Ende 1918 wurde er Mitglied des Revolutionären Arbeiterrats und rief mit seinen Kampfgenossen die bayrische Räterepublik aus. Nach deren Niederschlagung verurteilte ein Standgericht Mühsam zu 15 Jahren Haft, von denen er fünf Jahre absaß. In Berlin gab er später die anarchistische Zeitschrift "Fanal" heraus und engagierte sich auch in der Gefangenenhilfsorganisation Rote Hilfe Deutschlands. 1933 erschien seine programmatische Schrift "Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat - Was ist kommunistischer Anarchismus?". Im gleichen Jahr verhaftete ihn die SA und deportierte ihn in das KZ Oranienburg, wo ihn am 10. Juli 1934 Angehörige der SS-Wachmannschaft tot prügelten.

Chris Hirte wird den politischen Erich Mühsam vorstellen. Der Übersetzer und Publizist war Mitherausgeber der Erich-Mühsam-Werkausgabe beim Verlag Volk und Welt (1978-1985) und hat eine Mühsam-Biographie vorgelegt. 1994 hat er eine Auswahl aus den Tagebüchern veröffentlicht; seit 2009 arbeitet er gemeinsam mit Conrad Piens an deren Gesamtausgabe.

Das anschließende Gespräch führt Björn Engholm.

Diese Veranstaltung wird freundlicherweise gefördert von der Dietrich-Szameit-Stiftung






Ankündigung und herzliche Einladung

zu einer Veranstaltung des Seidvillavereins und

des Archivs der Münchner Arbeiterbewegung

Mittwoch, 26. März, 19.30 Uhr

Seidlvilla - das Haus für Schwabing

Nikolaiplatz 1b

80802 München



Töff töff, Hurra und schwarze Sünde

Ein nicht nur vergnüglicher Abend über Leben und Werk

von Zenzl und Erich Mühsam



Dass der Schwabinger Erich-Mühsam-Platz keine Hausnummer kennt, hätte den Dichter sicher amüsiert. Mit dem heute so beliebten Klischeebild des Bänkelsängers und Caféhaus-Literaten hätte er sich weniger gerne angefreundet. Der Dichter und Anarchist war nicht nur Analytiker der herrschenden Verhältnisse, er mischte sich auch aktiv ein in die Politik. So war er der erste, der am späten Nachmittag des 7. November 1918 vor der Türkenkaserne in der Türkenstraße die bayrische Republik proklamierte. Nach seiner Freilassung aus der Festungshaft setzte er sich in den zwanziger Jahren für die Befreiung politischer Häftlinge ein; den aufkommenden Nationalsozialismus, dessen frühes Opfer er 1934 wurde, bekämpfte er entschieden. Sein Engagement ist ohne seine Gefährtin Zenzl nicht denkbar. Sie war nicht nur seine Frau, sondern seine Gefährtin im Geiste. Sie kämpfte leidenschaftlich für ihn, als er nach der gescheiterten Revolution in Bayern in Festungshaft saß, und sie kämpfte für ihre gemeinsame Überzeugung einer humaneren Welt, die machbar ist. Dafür hatte sie ein Leben lang zu büßen: zuerst mit Flucht aus Nazi-Deutschland, dann mit jahrelanger Lagerhaft in Sibirien. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland, in die DDR, wurde sie dann vergessen. Nicht ganz! Karin Sommer, die Leiterin der Villa Waldberta, Künstlerhaus der Landeshauptstadt München, und Autor Günther Gerstenberg lesen im Zenzl-Mühsam-Saal einige Gedichte und gehen den Spuren des ungewöhnlichen Paares nach. Lichtbilder ergänzen den Vortrag.





Ankündigung und herzliche Einladung

zu einer Veranstaltung

der Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V. zu Lübeck


Freitag, den 28. März 2014 um 19:00 Uhr

im Buddenbrookhaus - Gewölbekeller

Mengstr. 4, 23552 Lübeck


ALLE VERANSTALTUNGEN der Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V. sind ÖFFENTLICH.
Schüler, Studenten, Arbeitslose EINTRITT FREI



...anlässlich des Gedenkjahres an die

"Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts"

100 Jahre Erster Weltkrieg (1914 - 2014)

*****

Dr. Siegbert Wolf (Frankfurt)

stellt das von ihm herausgegebene Buch vor,

das im Verlag Edition AV

am 13. April 2013 erschienen ist


Samuel Lewin  

Dämonen des Blutes


Eine Vision.

Roman


1. Band in der Reihe: Kapital braucht Krieg
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